Bautrockner

Bei Wasserschaden und der Gebäudetrocknung

Tag: Kondenstrockner

Wasserschaden – Was ist zu beachten? Wie funktioniert es?

Hausbesitzer und Hausbewohner die schon mal mit einem Wasserschaden zu tun hatten, wissen wie umfangreich und stressig eine Wasserschadensanierung sein kann. Im schlimmsten Fall, oder sollte man sagen im günstigsten Fall, ist das Haus in der Zeit der Gebäudetrocknung  nicht mehr bewohnbar. Ist man ausreichend durch seine Versicherung gegen Wasserschaden  gedeckt, und das sollte mit einer Hausratversicherung getan sein, kann man unter Umständen in dieser Zeit ein Hotel bewohnen. Dies hat alles seine Vor- und Nachteile, denn auch wenn nur wenige Bereiche von einem Wasserschaden betroffen sind, bewirkt dieser nicht gerade ein angenehmes Wohnklima. Sollte man jedoch in ein Hotel ziehen müssen, ist das mit einer Großfamilie auch nicht gerade einfach zu bewältigen. Schließlich hat man einen Haushalt zu führen und der Alltag, sei es Schule der Kinder oder die eigene Arbeit, gehen weiter.

Mindestens drei verschiedene Geräte und jede Menge Schläuche und Kabel verunstalten bei einem Wasserschaden den Wohnraum. Zum einen natürlich ein Bautrockner auf Kondenstrockner Basis um die Luftfeuchteigkeit zu senken, ein Ventilator für die Luftzirkulation und bei einem Wasserschaden muss man  meistens ein Seitenkanalverdichter installieren. Dieser sorgt dafür, hinter festen Bauteilen versteckte, vom Wasserschaden durchnässte Dämmebenen zu trocknen. Das Funktionsprinzip sei hier mit dem Beispiel einer Dämmschichttrocknung unter einem mit Parkett belegten Fußboden erläutert. Bevor die Technik in der Gebäudetrocknung soweit war, hätte man bei einem Wasserschaden solche Bauteile rausreißen und entsorgen müssen. Mit Hilfe der Seitenkanalverdichter kann man die im Raum vorhandene Luft auf einer Seite des Raumes in die Randfuge, unter den Boden, in die Dämmebene einblasen. Am anderen Ende wiederum, ebenso über die Randfugen für Entlüftung sorgen, so dass in der Dämmebene eine Luftzirkulation gewährleistet ist. Die Bautrockner tun Ihr übriges, so dass ausreichend trockene Luft in die Dammebene eingeblasen werden kann.

So relativiert sich das Ausmaß von einem Wasserschaden in bewohnten Räumen. Schließlich muss man in diesem Fall “nur“ die Sockelleisten demontieren und gegebenenfalls mit kleinen Anpassungsarbeiten wieder verwenden. Eine regelmäßige Kontrolle mittels Feuchtigkeitsmesser wird schnell zeigen ob das Zusammenspiel der Seitenkanalverdichter und Luftentfeuchter funktioniert oder ob weiterer Handlungsbedarf besteht.

Bautrockner – Vorteile für Bauherren und Hausbesitzer

Wenn von einer Gebäudetrocknung beim Neubau eines Hauses die Rede ist, wird man oft mit speziellen Gerätebezeichnungen konfrontiert. Der Begriff Bautrockner ist nur eines davon, wenn es heißt ein neu erstelltes oder saniertes Gebäude von der Baufeuchte zu befreien. Zusätzlich gibt es weitere Bautrockner Kategorien die teilweise auf denselben Funktionsprinzipien basieren oder auch eine ganz andere Technik  zu Hilfe nehmen. Die wichtigsten und meist genutzten seien hier mit den Bezeichnungen Kondenstrockner, Luftentfeuchter oder Adsorptionstrockner aufgeführt.

Wenn wir Bautrockner hören ist meistens ein Entfeuchter gemeint, der auf dem Prinzip der Kondenstrockner aufgebaut ist. Er kommt aufgrund seiner Effizienz oft in der Gebäudetrocknung bei Neubauten, bei Gebäude Sanierungen oder bei einem Wasserschaden im bewohnten Haus zum Einsatz. Das Prinzip der Bautrockner bzw. Kondenstrockner ist denkbar einfach. Jeder von uns besitzt einen Kühlschrank zuhause und weiß, dass er nach innen kühlt und nach außen hin Wärme abgibt. Ein Bautrockner funktioniert genau umgekehrt.

Zunächst der Kühlschrank. Ein von einem Kompressor verdichtetes und somit erwärmtes zunächst gasförmiges Kältemittel wird auf der Rückseite durch Kühlschlangen geleitet. Hier gibt es Wärme an die Umgebung ab, kondensiert und wird in einen Verdampfer im inneren des Kühlschranks geleitet. Das verdampfende Kältemittel nimmt dem Innenraum Verdampfungswärme ab und strömt wieder zum Kompressor.

Ein Bautrockner auf Kondenstrockner Basis kühlt keinen Innenraum, sondern ein luftdurchlässiges Netz aus Metalllamellen. Durch dieses gekühlte Netz wird mittels eines Ventilators  im Bautrockner die feuchte Umgebungsluft eines z.B. vom Wasserschaden betroffenen Raumes angesogen und entweicht auf der anderen Seite dieses Netzes. Die Feuchte der Luft aber kondensiert an den herunter gekühlten Lamellen der Bautrockner und gefriert sogleich. Ist eine gewisse Vereisung erreicht, schaltet der Kompressor ab, das gefrorene Wasser kann abtauen und in einen Behälter abgeleitet werden. Je mehr die Luftfeuchte durch die Bautrockner runtergesetzt wird, umso mehr Feuchtigkeit können Bauteile, wie Wände und Böden der stets trocknenden Umgebungsluft abgeben und trocknen somit schneller aus. In der Gebäudetrocknung z.B. durch Wasserschaden ist das heutzutage ein Zeit- und Kosten sparendes Konzept.

Luftentfeuchter können ebenso als Bautrockner eingesetzt werden und funktionieren ebenso auf Basis der Kondenstrockner. Auf dem Markt sind hier aber meistens kleinere Geräte gemeint, die mehr dazu dienen z.B. feuchte Keller bei Altbauten, Archivräume oder Lagerräume mit Feuchtigkeitsempfindlichen Gütern dauerhaft trocken zu halten. Im Vergleich zum Bautrockner haben sie eine geringere Leistungsfähigkeit und sind vom Design her schon dem häuslichen Gebrauch angepasst. Sinnbildlich kann man sagen, dass ein Luftentfeuchter aussieht wie ein großes Küchengerät und der Bautrockner mehr wie ein Traktor.

Die Feuchtigkeit eines Raumes oder Bauteils an sich wird mit einem Feuchtigkeitsmesser festgestellt. Auch hier gibt es unterschiedliche Varianten der Technik, der Genauigkeit und des Preises.

Bevor der Bautrockner zum Einsatz kommt sollte in jedem Fall auch ein Feuchtigkeitsmesser benutzt oder eine Sachverständige Person mit einer Messung beauftragt werden. Die Varianten der Feuchtigkeitsmessung in Zusammenhang der Bautrockner werden auch ein Thema dieser Seite sein.

Vorab sei hier nur die mir bekannte, einfachste und kostengünstigste Messmethode für Neubauten vorgestellt, welche man während der Laufzeit der Bautrockner anwenden kann.  Man nehme ein Stück dicke Folie der Größe 1 x 1 Meter und ein Panzerklebeband. Lege die Folie auf die zu untersuchende Fläche, z.B. Estrichboden und klebe die Folie an den Rändern dicht auf den Boden drauf. Wenn man nach ein bis zwei Tagen an der Unterseite der Folie und an der abgedichteten Stelle auf dem Boden Feuchtspuren sieht, sollte man gewiss sein, dass der Boden noch nicht trocken ist. Das ist eine sehr ungenaue Messmethode und kein Ersatz für eine professionelle Messtechnik. Kein Spezialist, Bautrockner Vermieter, Handwerker oder Bauunternehmer würde hier für bei einer Gebäudetrocknung Gewähr übernehmen wollen.

Bautrockner läuft unter Wordpress 2.8.6
Anpassung und Design: Gabis Wordpress-Templates