Bautrockner

Bei Wasserschaden und der Gebäudetrocknung

Archiv: Februar 2009

Gebäudetrocknung – Wann muss der Hausbesitzer und wann nicht?

Die Ursache für eine notwendige technische Gebäudetrocknung ist meistens ein Wasserschaden. Es wäre fatal anzunehmen man könnte einen natürlichen Trocknungsprozess durch gutes Lüften bewältigen. Natürlich kommt es immer auf das Ausmaß des Schadens an. Sind es nur ein paar Liter Wasser die auf dem Teppichboden gelandet sind, reicht es vielleicht aus. Handelt es sich aber um einen Rohrbruch, muss man eine professionelle Gebäudetrocknung durch Bautrockner in die Wege leiten.

Was ist zu beachten bei einer technischen Gebäudetrocknung?

Das wichtigste ist Geräte zu besorgen, welches dem Volumen des zu trocknenden Raumes entspricht. Viele Gerätebezeichnungen enthalten Zahlen wie 600 oder 800 zusammen mit markenspezifischen Buchstaben. Diese Zahlen weisen auf die Leitungsfähigkeit hin, d.h. ein 800er Gerät ist dazu in der Lage im Idealfall ein Luftvolumen von 800 Kubikmetern innerhalb einer bestimmten Zeit zu umwälzen.

Wird die Gebäudetrocknung in einer Wohnung mit abgeschlossenen Räumen durchgeführt, ist die Sache anders. Hier würde sich empfehlen zwei kleinere Bautrockner für die Gebäudetrocknung zu verwenden und sie an verschiedenen Enden der Wohnung zu platzieren. Man kann aber auch mit Hilfe eines leistungsstarken Ventilators für die notwendige Luftumwälzung sorgen.

Unabhängig davon ist bei einer Gebäudetrocknung die Kombination aus den Geräten Bautrockner, Ventilator, Heizlüfter sinnvoll und beschleunigt den Trocknungsprozess. Der Heizlüfter sorgt, wenn keine Heizung vorhanden ist, für ein günstigeres Klima bei der ein höherer Luftsättigungsgrad erreicht wird. Das heißt die Luft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen und der Bautrockner erreicht somit einen höheren Wirkungsgrad.

 

Gebäudetrocknung bei Neubauten, also ohne Wasserschaden machen dann Sinn, wenn man in der Zeitplanung des Bauprozesses in Verzug geraten ist. Jedes Material, jeder Baustoff trocknet auf natürliche Weise, also ohne eine technische Gebäudetrocknung unterschiedlich schnell. Zement basierte Bauteile z.B. benötigen min. ca. vier Wochen  um vollständig trocken zu sein. Da kann es unter Umständen durchaus Sinn machen, diesen Prozess durch eine Gebäudetrocknung zu beschleunigen, wenn man Mitte November noch keine Fliese auf dem Boden geklebt hat und vor Weihnachten aber schon einziehen möchte.

 

Egal welche Konstellation von Umständen die betroffenen Personen begleiten. Ob Wasserschaden oder Neubau. Wichtig ist immer, während der Gebäudetrocknung die Fenster geschlossen zu halten.  

Bautrockner – Vorteile für Bauherren und Hausbesitzer

Wenn von einer Gebäudetrocknung beim Neubau eines Hauses die Rede ist, wird man oft mit speziellen Gerätebezeichnungen konfrontiert. Der Begriff Bautrockner ist nur eines davon, wenn es heißt ein neu erstelltes oder saniertes Gebäude von der Baufeuchte zu befreien. Zusätzlich gibt es weitere Bautrockner Kategorien die teilweise auf denselben Funktionsprinzipien basieren oder auch eine ganz andere Technik  zu Hilfe nehmen. Die wichtigsten und meist genutzten seien hier mit den Bezeichnungen Kondenstrockner, Luftentfeuchter oder Adsorptionstrockner aufgeführt.

Wenn wir Bautrockner hören ist meistens ein Entfeuchter gemeint, der auf dem Prinzip der Kondenstrockner aufgebaut ist. Er kommt aufgrund seiner Effizienz oft in der Gebäudetrocknung bei Neubauten, bei Gebäude Sanierungen oder bei einem Wasserschaden im bewohnten Haus zum Einsatz. Das Prinzip der Bautrockner bzw. Kondenstrockner ist denkbar einfach. Jeder von uns besitzt einen Kühlschrank zuhause und weiß, dass er nach innen kühlt und nach außen hin Wärme abgibt. Ein Bautrockner funktioniert genau umgekehrt.

Zunächst der Kühlschrank. Ein von einem Kompressor verdichtetes und somit erwärmtes zunächst gasförmiges Kältemittel wird auf der Rückseite durch Kühlschlangen geleitet. Hier gibt es Wärme an die Umgebung ab, kondensiert und wird in einen Verdampfer im inneren des Kühlschranks geleitet. Das verdampfende Kältemittel nimmt dem Innenraum Verdampfungswärme ab und strömt wieder zum Kompressor.

Ein Bautrockner auf Kondenstrockner Basis kühlt keinen Innenraum, sondern ein luftdurchlässiges Netz aus Metalllamellen. Durch dieses gekühlte Netz wird mittels eines Ventilators  im Bautrockner die feuchte Umgebungsluft eines z.B. vom Wasserschaden betroffenen Raumes angesogen und entweicht auf der anderen Seite dieses Netzes. Die Feuchte der Luft aber kondensiert an den herunter gekühlten Lamellen der Bautrockner und gefriert sogleich. Ist eine gewisse Vereisung erreicht, schaltet der Kompressor ab, das gefrorene Wasser kann abtauen und in einen Behälter abgeleitet werden. Je mehr die Luftfeuchte durch die Bautrockner runtergesetzt wird, umso mehr Feuchtigkeit können Bauteile, wie Wände und Böden der stets trocknenden Umgebungsluft abgeben und trocknen somit schneller aus. In der Gebäudetrocknung z.B. durch Wasserschaden ist das heutzutage ein Zeit- und Kosten sparendes Konzept.

Luftentfeuchter können ebenso als Bautrockner eingesetzt werden und funktionieren ebenso auf Basis der Kondenstrockner. Auf dem Markt sind hier aber meistens kleinere Geräte gemeint, die mehr dazu dienen z.B. feuchte Keller bei Altbauten, Archivräume oder Lagerräume mit Feuchtigkeitsempfindlichen Gütern dauerhaft trocken zu halten. Im Vergleich zum Bautrockner haben sie eine geringere Leistungsfähigkeit und sind vom Design her schon dem häuslichen Gebrauch angepasst. Sinnbildlich kann man sagen, dass ein Luftentfeuchter aussieht wie ein großes Küchengerät und der Bautrockner mehr wie ein Traktor.

Die Feuchtigkeit eines Raumes oder Bauteils an sich wird mit einem Feuchtigkeitsmesser festgestellt. Auch hier gibt es unterschiedliche Varianten der Technik, der Genauigkeit und des Preises.

Bevor der Bautrockner zum Einsatz kommt sollte in jedem Fall auch ein Feuchtigkeitsmesser benutzt oder eine Sachverständige Person mit einer Messung beauftragt werden. Die Varianten der Feuchtigkeitsmessung in Zusammenhang der Bautrockner werden auch ein Thema dieser Seite sein.

Vorab sei hier nur die mir bekannte, einfachste und kostengünstigste Messmethode für Neubauten vorgestellt, welche man während der Laufzeit der Bautrockner anwenden kann.  Man nehme ein Stück dicke Folie der Größe 1 x 1 Meter und ein Panzerklebeband. Lege die Folie auf die zu untersuchende Fläche, z.B. Estrichboden und klebe die Folie an den Rändern dicht auf den Boden drauf. Wenn man nach ein bis zwei Tagen an der Unterseite der Folie und an der abgedichteten Stelle auf dem Boden Feuchtspuren sieht, sollte man gewiss sein, dass der Boden noch nicht trocken ist. Das ist eine sehr ungenaue Messmethode und kein Ersatz für eine professionelle Messtechnik. Kein Spezialist, Bautrockner Vermieter, Handwerker oder Bauunternehmer würde hier für bei einer Gebäudetrocknung Gewähr übernehmen wollen.

Bautrockner läuft unter Wordpress 2.8.6
Anpassung und Design: Gabis Wordpress-Templates